Einführungen und Vertiefungen in die Gewaltfreie Kommunikation



GFK-Vertiefung | Glaubenssätze transformieren | Mittwochs 20.10.2021 - 15. 12. 2021 - LIVE in Hamburg

Ziel des Kurses: Unsere Glaubenssätze haben uns in der Kindheit geholfen, so gut wie möglich zu überleben. Heute im Erwachsenenleben sind einige davon überholt und stehen unserer Entfaltung und Freiheit im Wege. Hinter unseren ungünstigen Gedanken- und Verhaltensmustern stecken immer wichtige Bedürfnisse, für die wir mit Hilfe der Gewaltfreien Kommunikation neue Lösungswege und Strategien finden können. In diesem Kurs wollen wir hinderliche Glaubenssätze entdecken und verwandeln, sodass mehr Raum entstehen kann für das, was wir wirklich leben wollen. Lerne deinen „inneren Kritiker“ kennen - eventuell braucht er ein liebevolles „Update“. Unser Fokus liegt dabei auf Behutsamkeit, Selbstannahme und Freiwilligkeit. Wir trainieren in der Haltung der Gewaltfreien Kommunikation mit vielen praktischen GFK-Übungen, Rollenspielen und angeleiteten Meditationen. Es wird viel Raum für Empathie geben und die Begleitung in Prozessen anhand persönlicher Beispiele. Lade ganz bewusst mehr Fülle in dein Leben ein!

 

TrainerInnen: Petra Brix und Bettina Ackermann

 

ORT: Hamburg Niendorf

 

Gruppengröße beschränkt sich auf 10 Teilnehmer.

 

Mehr Mitgefühl mit sich selbst zu entwickeln, ist ein politischer Akt - es ist die Basis für mehr Mitgefühl mit anderen.

 

Themenauswahl  Glaubenssätze aufspüren | Den inneren Beobachter stärken | Freundschaft mit dem inneren Kritiker | Transformationsprozess von Glaubenssätzen | Empathie mit dem inneren Kind | Dyaden - Mit Bedürfnissen in die Fülle kommen | Selbstverantwortung und Authentizität 

 

8 x Mittwochs, jeweils 18:30 - 20:30 Uhr für 175 €

Termine:  20.10. | 27.10. | 03.11. | 10.11. | 24.11. | 01.12. | 08.12. | 15.12.2021 nur zusammenhängend buchbar. 

 

Mit GFK Vorerfahrung.

 



GFK-Vortrag | Einführung in die Polvagaltheorie | Mittwoch 17. November 2021 – ONLINE

 

Inhalt:  Einführung in die Polyvagal-Theorie von Stephen Porges – wie wir unser Nervensystem mit Selbstempathie und GFK beruhigen können. Mit Übungsmöglichkeit.

 

Der Vortrag fasst die neueren, wissenschaftlichen Erkenntnisse über unser Nervensystem zusammen.

Das autonome Nervensystem unterliegt nicht unserem bewussten Denken oder Wollen, sondern reagiert autonom auf Signale von außen und innen. Stephen Porges benennt den unbewussten Vorgang, wie unser Nervensystem Signale für Sicherheit oder Gefahr wahrnimmt, „Neurozeption“. Die Rolle des Vagus-Nervs steht dabei im Mittelpunkt seiner Forschung. Ohne den Auslöser bewusst mitzubekommen, geht unser Körper in einen Überlebensmodus von Kampf, Flucht oder Erstarrung. Auch wenn wir uns des Triggers nicht bewusst sind, können wir die Auswirkungen in unserem Körper spüren, z.B. in Form von Anspannung, Gereiztheit, Wut, Hitze, Aufregung, Zittern, Angst, Müdigkeit, Taubheit, Lähmung oder Kollaps. Diese in der Evolution der Wirbeltiere entstandenen Schaltkreise unseres Nervensystems dienen der Sicherung unseres Überlebens. Was unsere Neurozeption reflexhaft als Gefahr interpretiert, ist von unseren bisherigen Erfahrungen abhängig. Oft waren diese Signale nur im kindlichen Kontext gefährlich. Ohne Bewusstsein für den Trigger erscheint uns unsere aktuelle Reaktion übertrieben oder unangemessen. Da unser Gehirn versucht, die eigene körperliche Reaktion zu verstehen, suchen wir nach einem plausiblen Grund im Außen oder denken, etwas stimmt mit uns nicht. Beides macht das Leben kompliziert.

 

Das Verständnis der von Stephen Porges entwickelten Polyvagaltheorie, die sich mit den Funktionen des Vagus-Nervs  für unser Überleben befasst, lässt uns Selbstmitgefühl für unseren Körper und seine Ressourcen entwickeln, anstatt seine scheinbaren Überreaktionen zu verurteilen. Wir können lernen zu erkennen, in welchem Zustand wir uns gerade befinden und die typischen Gedanken und Geschichten einordnen, die zu den verschiedenen Schaltkreisen des Überlebens gehören. Wenn wir „getriggert“ sind, können wir mit Hilfe der von Deb Dana entwickelten „polyvagalen Leiter“ lernen, uns zwischen verschiedenen Zuständen des Nervensystems zu bewegen. Hierbei spielen Mitgefühl und die Aktivierung des Vagus-Nervs eine entscheidende Rolle.

Die Haltung der GFK unterstützt diesen Prozess in zweifacher Weise: Indem wir unsere Überlebensstrategien als evolutionäres Erbe im Körpern würdigen und indem wir unseren inneren verwundeten Anteilen mit Mitgefühl begegnen und uns selbst empathisch begleiten.  

 

Bei dem Vortrag wird es neben den Erläuterungen zur Polyvagal Theorie von Stephen Porges praktische Übungen zur Aktivierung des Vagus-Nervs und eine angeleitete Meditation geben.

 

Termin:  17.11.2021 von 19.00 - 20.30 UHR auf Zoom

Kosten: Frei

Teilnahmevoraussetzungen: Anmeldung

TrainerInnen: Petra Brix, Simran K. Wester

 

"Trauma is not was happen to us, but what we hold inside in the absence of an empathetic witness."

Peter Levine



GFK-Tagesseminar | GFK mit den Ahnen | Samstag, den 15. Januar 2022 - live in Hamburg

Inhalt: Viele Menschen haben in ihrer Herkunftsfamilie nicht das bekommen, was sie als Kind gebraucht hätten. Oft bleiben wir unbewusst in der kindlichen Perspektive des Mangels stecken und halten an Urteilen oder einem Vorwurf an unsere Eltern fest. Diese Wut blockiert unser Wachstum und unsere eigene Kraft, und wir verharren als "Opfer"- oft wiederholen wir sogar genau das Verhalten, das wir verurteilen. Um wieder in unsere Kraft zu kommen, möchte ich euch Übungen zeigen, wie man diese "verschlossenen Kanäle" wieder öffnen kann.

Wir wollen an diesem Tag einen Perspektivwechsel versuchen und uns in unsere Ahnen einfühlen, was Ihnen wichtig war oder sie gebraucht hätten. Mit Blick auf das, was für sie schwierig war und wodurch unsere Eltern, Großeltern und unsere Ahnen belastet waren: ihr persönliches Schicksal, aber auch das kollektive Trauma, wie z.B. Krieg, Armut, Diskriminierung oder Pandemien. Indem wir die unerfüllten Bedürfnisse unserer Ahnen erkennen und mit ihnen in die Fülle gehen, kommen wir auch selbst wieder mit dieser Fülle in Kontakt. Aus dieser Perspektive können wir Urteile verwandeln, präzise erkennen, was wir heute brauchen und lernen, dafür Selbstverantwortung zu übernehmen. Es geht darum, Wertschätzung für das zu entwickeln, was wir bekommen haben: Unsere Ahnen haben uns nicht weniger als unser Leben geschenkt - und das Potential, es zu entfalten.

Es wird Raum für Empathie, GFK-Übungen in Kleingruppen und angeleitete Meditationen geben, die zur Heilung und Erforschung der Beziehung zu unseren Ahnen beitragen.

 

"Ich trage meine Mutter und meinen Vater in mir, und wenn ich hinschaue, sehe ich mich selbst in Ihnen." Thich Nhat Hanh

 

Kosten: 110€

 

Termin: Samstag, den 15.01.2022 von 10:00 - 12:30 Uhr und 14-17:30 Uhr

 

Mit GFK Vorerfahrung und beschränkt auf 6 Teilnehmer

 



GFK-Vertiefung | Versöhnung mit inneren Anteilen | 20.-23. Januar 2022 - live im Wendland

Inhalt: Innere Konflikte zwischen Anteilen, die uns kritisieren oder verurteilen und Anteilen, die starke Wut, Trauer, Einsamkeit, Hilflosigkeit, Wertlosigkeit oder Scham tragen, sind Folgen von schwierigen Situationen, die wir in unserer Kindheit erlebt haben und keine Unterstützung bekommen haben, sie zu verarbeiten und zu integrieren.

Wenn heute in unserem Leben etwas an alte Wunden rührt, tauchen diese Gefühle und unerfüllten Bedürfnisse wieder auf. Das kann in unseren aktuellen Beziehungen immer wieder dazwischenfunken, und unsere bisherigen Reaktionsmuster erschaffen dann erneut Probleme. Die beteiligten inneren Anteile sehnen sich danach, endlich erkannt und erlöst zu werden. Wir wollen ihnen in diesem Seminar behutsam Raum zu geben, ihnen empathisch und wohlwollend zuhören und ihnen erlauben, sich so weit zu zeigen, wie es ihnen gerade möglich ist. Mit Hilfe der GFK können wir den inneren erwachsenen Beobachter entwickeln und stärken. Aus dieser selbstverantwortlichen Position heraus lernen wir dann, unseren jüngeren und verwundeten Anteilen mit Mitgefühl zu begegnen, sie zu halten und zu regulieren - statt uns mit ihnen, wie vielleicht bisher, zu identifizieren. Die Übungen aus der GFK sind darauf angelegt, innere Konflikte sichtbar werden zu lassen, zu würdigen und polarisierte Anteile zu integrieren. Es geht darum, die Fähigkeit zu trainieren, das eigene Nervensystem mit Selbstempathie und der Herangehensweise der GFK zu beruhigen - kombiniert mit gezielten Körper- und Atemübungen sowie Meditationen aus dem Kundalini Yoga.

 

Dies ist ein Vertiefungsseminar für Menschen, die Vorerfahrungen mit der GFK mitbringen, und die durch eine Versöhnung mit den inneren Anteilen mehr innere Freiheit und Gelassenheit in ihr Leben holen möchten.

 

"Mitgefühl mit sich selbst zu entwickeln, ist ein politischer Akt - es ist die Basis für Mitgefühl mit anderen" 

 

Termin:  20.01.2022 - 23.01.2022

 Seminarzeiten: DO 18.00 – 21.00 Uhr | FR, SA 9.30 – 18.00 Uhr | SO 9.30 – 16.00 Uhr [Zusätzlich auf Wunsch FR, SA, SO 7.00 – 8.30 Uhr Yoga und Meditation | SA 20.00 Uhr Gong Meditation]

 

Stadt: Tüschau | Wendland

 Ort: Seminarhaus Tu Was e.V. | 29482 Tüschau | Saggrian Nr. 1 im Wendland | www.tuwasev.de

 

Kosten: Anmeldung bis zum 31. Oktober 2021: 300 EUR | danach 350 EUR

Hinzu kommen Kosten für die Übernachtung im Tagungshaus und vegetarische Verpflegung [siehe Anmeldeformular]

[Die Seminare sind Umsatzsteuer befreit gemäß § 4 Nr. 21 a) bb) UStG für Bildungseinrichtungen]

 

Teilnahmevoraussetzungen: Mehrtägige Einführung in die Gewaltfreie Kommunikation

 

TrainerInnen: Petra Brix, Simran K. Wester



GFK-Vertiefung | GFK, Trauma und Regulation | Montags 07. Februar - 25. April 2022 – Online

Inhalt: In diesem Kurs geht es darum, verschiedene Zugänge der Selbstregulation kennenzulernen und zu trainieren. Das menschliche Gehirn ist darauf angelegt, einen Spaltungsprozess einzuleiten, falls uns eine Situation „zu viel“ wird, uns überfordert oder traumatisch ist. Die größte "Sollbruchstelle" im Gehirn ist die linke und rechte Gehirnhälfte. In der linken Gehirnhälfte ist unser „bewusstes sprachliches Selbst“ in der rechten Gehirnhälfte ist das „körperliche und emotionale Selbst“. Hier sind die die impliziten Erinnerungen und die aktivierten Überlebensreaktionen gespeichert. Die rechte Gehirnhälfte entwickelt Selbstanteile, die auf den 5 Überlebensreaktionen basieren, die wir mit allen Säugetieren gemeinsam haben: Fight, Flight, Freeze, Attach und Submit. Die spätere Komplikationen davon können Entscheidungsunfähigkeit und der tobende Kampf zwischen Selbstanteilen, die miteinander polarisiert sind, sein.

Oft verschmelzen wir sofort mit auftauchenden Selbstanteilen, deren Gefühle am intensivsten sind – wir identifizieren uns mit der Scham, der Angst, der Wut....Das ist ein Muster und dies geschieht so schnell, dass es unserer achtsamen Wahrnehmung entgeht. Wenn wir unachtsam in diese Anteile „hineinrutschen“ und uns mit ihnen identifizieren, geht der Präfrontale Cortex offline, d.h. der mitfühlende Erwachsene in uns ist nicht mehr da. 

 

Ein wissenschaftlich nachgewiesener Weg, den inneren Beobachter zu aktivieren, ist es, Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse und körperliche Empfindungen sprachlich zu benennen - so wie wir es in der GFK trainieren.

Die Gewaltfreie Kommunikation ist keine Therapie, sondern eine Haltung und eine Art zu sprechen, bei der es im Kern darum geht, die verlorene Verbindung in einem Konflikt wieder herzustellen. Dieses Kommunikationstraining funktioniert auch für innere Anteile. Wir können die Bedürfnisse unserer Selbstanteile in den Blick nehmen und die inneren Konflikte würdigen und lösen. Es ist sehr wichtig, wie wir unsere persönliche Geschichte formulieren.

Unser Körper hat immer versucht, uns vor Schmerz zu schützen und unser Leben zu retten. Es ist möglich, zu lernen, sich mit seinem Nervensystem zu befreunden, es kennenzulernen!

Hier erscheint die Möglichkeit der Selbstregulierung durch gewaltfreien Umgang mit sich selbst. Wie spreche ich mit mir? Es gibt keine schlechten autonomen Reaktionen, nur welche, die aktuell nicht (mehr) passen. Wenn wir lernen, unsere Körperreaktionen zu respektieren, wechseln wir von einer urteilenden zu einer respektvollen Grundhaltung und mehr Mitgefühl für uns selbst. 

 

Wir erkunden Top-down und Bottom-Up Zugänge der Regulation unseres autonomen Nervensystems durch Körperübungen, GFK-Rollenspiele, angeleitete Meditationen und es gibt Raum für Empathie.

 

Themenauswahl: Polyvagal Theorie: Übungen zur Förderung von Sicherheit und Verbundenheit | Gesunde Wut und Grenzen setzen | Den Mut finden, sich zu zeigen | Seine Trigger kennen | Anker und Ressourcen aufbauen | Dankbarkeit und Wertschätzung | die 5 Überlebensstategien aller Säugetiere

 

10 x Montags jeweils 18:30 - 20:30 auf Zoom für 180 €

Termine:  07.02. | 14.02. | 21.02. | 28.02. | 14.03. | 21.03. | 28.03. | 04.04. | 11.04. | 25.04.2022 nur zusammenhängend buchbar.

 

"Trauma ist nicht das, was uns geschehen ist, sondern das, was wir ohne empathischen Zeugen in uns gespeichert haben."

Peter Levine



GFK-Einführung | Dienstags 01. Februar - 01. März 2022 – Online

Inhalt: Einführung in die Haltung und die 4 Schritte der GFK durch viele praktische Übungen, in denen ihr die transformierende Kraft von GFK spüren und erleben könnt. Es wird Inputs im Plenum, Übungen in Kleingruppen und angeleitete Meditationen geben.

 

Themenauswahl: Beobachtung oder Interpretation | Gefühl oder Gedanke | Bedürfnis oder Strategie | Bitte oder Forderung

 

5 x Dienstags jeweils 18:30 - 20:30 auf Zoom für 90 €

Termine: | 01.02. | 08.02. | 15.02. | 22.02. | 01.03.2022 nur zusammenhängend buchbar.

 

"Willst du recht haben oder glücklich sein?" Marshall Rosenberg



Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.

Erich Kästner