Was ist Gewaltfreie Kommunikation?


Dr. Marshall B. Rosenberg

Dr. Marshall B. Rosenberg war ein klinischer Psychologe in der USA und hat die gewaltfreie Kommunikation (GFK) entwickelt. Die GFK basiert auf den Forschungen der humanistischen Psychologie Carl Rogers. Marshall Rosenberg hat über 50 Jahre lang in 60 verschiedenen Ländern als Mediator gewirkt. Rosenberg wurde inspiriert von Gandhi´s Haltung der Gewaltlosigkeit und er suchte Antworten auf die Frage: Was gibt uns Menschen die Kraft, selbst unter schwierigsten Bedingungen, die Verbindung zu unserer einfühlsamen Natur aufrecht zu erhalten?

Marshall Rosenberg kam zu dem Schluss, das das Denken und Sprechen, das wir in unserer Kultur lernen, die Empathie mit uns selbst und zu anderen blockiert. Durch lebensentfremdende Sprech- und Denkgewohnheiten in Urteilen, Diagnosen und Kritik wird uns der Kontakt mit unseren eigenen Bedürfnissen und denen anderer Menschen erschwert.

Die GFK ist eine Haltung und bietet Übungen an, mit denen man aus seinen Urteilen im Kopf wieder in die lebendige Energie der eigenen Bedürfnisse und ins Herz kommt. Genauso wichtig ist der Fokus auf die Bedürfnisse des Gegenübers - egal, wie dieser Mensch gerade kommuniziert.

Ein harmonisches Miteinander kann nur gelingen, wenn die Bedürfnisse von allen Beteiligten berücksichtigt werden. 

Rosenberg war der Überzeugung, dass einfühlsames Geben und Nehmen unserem wahren Wesen entspricht. Die GFK fungiert als "Notleiter" in ein anderes Bewusstsein, in dem es in erster Linie um empathische Verbindung mit sich und anderen geht. Durch diese Verbindung können neue, ungeahnte Lösungen auftauchen.


Alle Formen der Gewalt, Vorwürfe, Urteile, Kritik, Diagnosen -

sind tragischer Ausdruck unerfüllter Bedürfnisse. 

Marshall Rosenberg

FAQ

Warum sollte ich gewaltfrei werden?

Ich schlage doch niemanden! Gemeint ist die Gewalt, die wir mit in unseren Sprech- und Denkgewohnheiten übernommen haben. In Herrschaftsstrukturen dreht sich alles um die Frage: Wer hat recht? Wer wird belohnt oder bestraft? Marshall Rosenberg schlägt vor, statt Rechtzuhaben ein anderes Spiel zu spielenDas Leben wundervoll zu machen!

Dabei geht es darum, Konzepte wie Richtig und Falsch oder Gut und Böse zu verlassen und stattdessen zu einer Sprache der erfüllten oder unerfüllten Bedürfnisse zu finden. 

Wie funktioniert das Online?

Es ist sehr einfach auf Zoom - für Übungen in Kleingruppen teile ich die Gruppe aus dem Plenum in kleine "Separees". Man übt dann zu zweit oder zu dritt ungestört in eigenen Räumen, bevor man ins Plenum zurückkehrt für Austausch, Inputs oder Meditationen. 

Wie geht verletzliche Ehrlichkeit?